Der Rollator als Gesundheitshelfer

Ein Rollator ist im erweiterten Sinne auch gleichzeitig ein Gesundheitshelfer. Wie viele Leute leiden unter Rückenproblemen? Es muss ja nicht gleich unbedingt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule sein. Auch verengte oder verschlissene Brustwirbel sind ein großes Zeichen dafür, dass man nicht mehr nur auf seinen Beinen gehen kann, sondern sich irgendwo abstützen muss. Jeder Gesundheitsexperte empfiehlt hierbei einen Rollator als Hilfsmittel. Schließlich soll man die Griffhöhe des Rollators so einstellen, dass man gerade steht und die Arme leicht abgewinkelt am Rollator haben soll Auf diese Weise nimmt man nicht nur die natürliche Haltung beim Gehen ein, sondern kann sich nebenbei auch noch gleichzeitig abstützen.

Wer gesundheitliche Probleme mit seinen Kniegelenken hat, sollte auch die Möglichkeit eines Gesundheitshelfers in Form eines Rollators in Anspruch nehmen. Selbst fachbezogene Kliniken bevorzugen nach den ersten Gehversuchen mit zwei Gehhilfen auch einen Rollator, denn es kann ja schließlich einmal sein, dass man in einem Arm nicht so viel Kraft hat wie im anderen Arm. Dadurch kann es zu einer schiefen Belastung der Kniegelenke kommen, was in keinem Fall beabsichtigt ist. Um dieser Schieflage vorzubeugen, ist ein Rollator ein idealer Gesundheitshelfer, denn man kann am Rollator auch mit einer Hand immer noch einen geraden Gang haben.

Ein weiterer Aspekt für einen Rollator als Gesundheitshelfer ist die Phase nach einer Wirbelsäulen-Operation oder nach einer Knieoperation, wenn ein künstliches Kniegelenk eingesetzt wird. Nach einen Operation an der Wirbelsäule darf der Patient in den ersten Tagen nur an einem großen Rollator laufen, welchen es leider nur in Krankenhäusern gibt. Der Arzt kann einen solchen großen Rollator auch verschreiben, wenn ein Teil des Körpers gelähmt ist. Wenn dem Patienten das Laufen am großen Rollator zur Routine geworden ist, kann er mit Hilfe eines Physiotherapeuten auch „umsteigen“ auf einen Rollator in Standardgröße.

Nach einer Operation am Kniegelenk, bei dem einen künstlichen Kniegelenk zum Einsatz kommt,  wird man  sich in den ersten Tagen nur mit Hilfe eines Rollstuhls  fortbewegen können. Der Physiotherapeut oder auch der Ergotherapeut versucht, dass der Patient ständig das Knie beugt und streckt. Wenn der Patient dies gut beherrscht und wenn die Operationsnarbe sehr gut heilt, darf der Patient den Rollstuhl verlassen und auf einen Rollator wechseln. Mit einem Rollator kann sich der frisch operierte Patient dann in den nächsten vier bis fünf Wochen fortbewegen, da er sich ein wenig am Rollator abstützen kann und noch nicht die volle Belastung auf das neue Kniegelenk bringen muss.

Hält man sich jetzt diese ganzen gesundheitlichen Aspekte vor Augen, so ist es doch ratsam, selbst bei den ersten großen Beschwerden sich einen Rollator zu kaufen. Selbstverständlich kann man sich auch von seinem Orthopäden einen Rollator verschreiben lassen. Dieser ist jedoch recht schwer und sperrig. Wer innerhalb des Mietshauses, in dem er wohnt, erst einige Stufen steigen muss, bevor er seine Eingangstür erreichen kann, schafft es nicht, den sperrigen und schweren Rollator die sechs bis sieben Stufen hochzutragen. Stellt man sich dann noch vor, dass man zudem noch zwei schwere Einkaufstaschen am Rollator trägt, ist bereits geschafft, bevor man alle Sachen oben in der Wohnung hat. Dann sollte man schon lieber ein  wenig Geld ausgeben für einen leichten Rollator. Viele Discounter bieten mindestens einmal im Jahr einen leichten Rollator zum Kauf an. Man kann aber auch im Internet nachforschen, wo man einen günstigen und leichten Rollator kaufen kann.